Tempo 30

Pressetext SPD Worpswede 4. April 2008

Polizei kündigt Geschwindigkeitskontrollen an

Die Liste der Klagen, die Anwohner bei einem Ortstermin der Worpsweder SPD in der Tempo 30 –Zone „im Rusch“ und Walter-Bertelsmann-Weg vorbrachten, war lang. Stein des Anstoßes sind vor allem Autofahrer, die die geltende Geschwindigkeitsbeschränkung missachten, und der LKW-Verkehr im Walter-Bertelmann-Weg, der vor allem durch die Ansiedlung der großen Holzhandlung drastisch zugenommen habe. Betroffen seien nicht nur die Anwohner, auch die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern, vor allem Schulkindern, sei massiv gefährdet. Besonderen Unmut und Unverständnis ernteten deshalb auch Mütter und Väter, die mit überhöhter Geschwindigkeit ihre Kinder zur Schule brächten und auch im Umfeld der Schule Verkehrs- und Parkregelungen missachteten. In diesem Punkt stimmte Jürgen Maurans von der Worpsweder Polizeistation, den die SPD zu ihrem Ortstermin eingeladen hatte, den Anwohnern zu. Deren Ansicht , dass sich durch die Einrichtung der Tempo-30 Zone wenig bis nichts gebesserte habe, konnte er jedoch nicht teilen und verwies unter anderem auf das Ergebnis einer Geschwindigkeitskontrolle in der Bahnhofstraße, die erst vor wenigen Tagen durchgeführt wurde. Danach hielten sich drei von vier Autofahrern an die Tempo 30 Begrenzung, und auch die übrigen hätten die erlaubte Geschwindigkeit nur geringfügig überschritten. Als Erfolg wertete Maurans auch die Tatsache, dass in seiner Dienstsstelle seit Einführung der Tempo 30 Zone kein einziger Unfall in diesem Bereich registriert worden sei. Auch den Vorwurf, dass die Polizei zu wenig präsent sei, ließ Maurans nicht gelten. Im Rahmen der personellen Möglichkeiten der Worpsweder Polizeistation würde gerade im Umfeld der Schule häufig kontrolliert und Verstöße gegen die Verkehrsregelungen würden – sehr zum Unmut mancher autofahrender Eltern- auch geahndet. Zum Thema Geschwindigkeitskontrollen verlas der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Frank Schmidt ein aktuelles Schreiben des Landkreises Osterholz, in dem verschärfte Kontrollen für das späte Frühjahr angekündigt werden; dann stehe ein neues Laser-Video-Gerät zur Verfügung, mit dem auch kurvige Bereiche wie im Rusch überwacht werden könnten. Für den Walter-Bertelsmann-Weg sagte Jürgen Maurans eine kurzfristige Geschwindigkeitskontrolle im Zeitraum des morgentlichen Schulbeginns zu, deren Ergebnis seine Dienststelle dann auch veröffentlichen werde. Prüfen werde die Polizei auch Möglichkeiten einer auffälligeren Beschriftung der Tempo-30-Zone und den Vorschlag, den Verkehr durch Reduzierung der Halteverbotsbereiche zu beruhigen. Vom Vorschlag einer Anwohnerin, im betroffenen Bereich eine Einbahnstraßenregelung einzuführen, hielten Maurans und die anwesenden SPD-Vertreter allerdings wenig. Einerseits würden Einbahnstraßen erfahrungsgemäß die Autofahrer zu noch schnellerem Fahren animieren, andererseits müssten auch die Anwohner akzeptieren, dass Schule, Schwimmbad und Sporthallen auch für Autofahrer problemlos erreichbar bleiben müssten.